Ergebnisse der Onlineumfrage: Von welchen Drangsalierungmaßnahmen seid Ihr betroffen?

Von Peter Baier

Vor ca. 2 Wochen ging ein sehr bizarrer Fall durch die freien Medien. Einem Lehrer in Hessen war auferlegt worden, fortan aus Gründen des Infektionsschutzes nur noch quasi hermetisch versiegelt durch seine Schule laufen zu dürfen (Bericht auf dieser Seite). Was erst unter den Verdacht „Fakenews“ zu sein fiel, erwies sich tatsächlich als wahr. Der Kollege ist mehreren aus der Initiative „LfA“ namentlich bekannt.

Die Landesgruppe Hessen der Initiative Lehrer für Aufklärung (https://lehrer-fuer-aufklaerung.de) hatte daraufhin eine Onlineumfrage konzipiert, welchen Maßnahmen sich Lehrerinnen und Lehrer am Arbeitsplatz gegenübersehen, wenn sie z. B. keine Gesichtsmaske tragen oder anderweitig das „Corona“-Regime nicht so mittragen, wie es erwartet wird. Die Ergebnisse erschrecken in der Tat. Sie „toppen“ die Telefonzelle noch um einiges.

Zu den Daten: An der anonymen Erhebung nahmen innerhalb von 7 Tagen 134 Personen teil. Die Umfrage war so geschaltet, dass anhand der IP-Adresse Mehrfachabstimmungen durch einen identischen Nutzer ausgeschlossen werden wollten. Ob das funktioniert hat, können wir indes nicht mit 100%iger Sicherheit sagen.

Gehen wir in medias res: Mehrere Fragen bezogen sich auf vermutlich rechtswidrige Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen:

  • Ich muss mich morgens vor den Augen von Schulleiter oder Sekretärin testen. (n=22)
  • Ich muss im Lehrerzimmer einzeln sitzen. (n=6)

Man darf feststellen: Die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen wurden vermutlich an der Schultür abgegeben. Alleine die Testprozedur vor den Augen des Schulleiters/der Sekretärin ist eine Herabwürdigung und eine unerträgliche Zumutung. Ebenso der Einzelplatz, also der sog. „Katzentisch“, wie verhaltensauffällige Störer diesen „Sondersitzplatz“ bezeichnen würden. Er grenzt an Mobbing oder ist es bereits. Wir erinnern uns: Mobbing findet u. a. dort statt, wo die Zielperson plakativ ins Abseits gestellt wird und eine Prangerwirkung beabsichtigt ist. Dass derlei in deutschen Lehrerzimmern stattfindet, lässt Dunkles erahnen.

Ähnlich verhält es sich mit dem „separaten Aufenthaltsraum“. Hier soll die Zielperson als gefährliche Virenschleuder kenntlich gemacht und außerhalb des Kollegiums platziert werden. Was ebenfalls einen Angriff auf die Persönlichkeitsrechte der Lehrkraft darstellt.

  • Mir wurde ein separater Aufenthaltsraum zugewiesen. (n=5)

Besonders krass ist dieser Punkt in der Liste der Ungeheuerlichkeiten:

  • Erzwungene Offenlegung des eigenen Impfstatus. (n=49!!!)

Das macht sprachlos. Natürlich läuft die Methode perfide ab: Wer sich nicht „testen“ lassen muss, ist „geompft“, wer zum Test geht, ist ein „Impfverweigerer“. So einfach ist das. Offenlegung von Gesundheitsdaten durch indirekte Schlussfolgerung. Eine Meisterleistung des logischen Denkens.

Ob der folgende Punkt nicht im Endeffekt mehr Vor- als Nachteile bietet, sollte jeder für sich entscheiden:

  • Ich werde nicht mehr zu Konferenzen/Besprechungen eingeladen. (n=8).

Die nächste Fragengruppe betrifft die Aufsichtsbehörde und deren Handeln (bzw. Nichthandeln):

  • Eine Remonstration/Überlastungsanzeige wurde NICHT beantwortet (n=21)
  • Eine Remonstration/Überlastungsanzeige wurde UNGENÜGEND beantwortet (n=30)
  • Vorladung zum Schulamt ohne Grund. (n=4)
  • Drohung vom Schulamt, aufgrund meiner Meinungsäußerungen entlassen oder versetzt zu werden. (n=12)
  • Einleitung eines Disziplinarverfahrens wegen öffentlichen Hinterfragens der „Corona“-Maßnahmen. (n=5)

Die ersten beiden Fragen zeigen, dass man seitens der Dienstaufsicht eher zurückhaltend ist, wenn es darum geht, für den Beamten/die Beamtin tätig zu werden (warum denn auch?). Die drei letzten Fragen indizieren dann eher die Tendenz, missliebige Meinungsäußerungen gleich mal im Vorfeld durch disziplinarischen Druck unterbinden zu wollen. Ja, so stellt man sich als echter Demokrat eine pluralistische Gesellschaft vor! Aber wie ich immer sage: Dieses Land ist tendenziell hochgradig diskursunfähig. Q. e. d.!

Eine beliebte Methode „Corona“-Abweichler zu bestrafen (denn „das System“ versucht ja permanent seine Leute zu erziehen) sind allfällige Schikanemaßnahmen. Ein paar „herausragende Beispiele“ seien genannt:

  • Entzug der Klassenleiterfunktion bzw. des Klassenbuchs. (n=11)
  • Ständiger Verbleib im Homeoffice.(n=5)
  • Betretungs- oder Hausverbot.(n=14)
  • Auch mit Maske Einsatz nur in Förderkursen, ungenügenden Räumen etc.(n=3)
  • Entzug von Projekten, die man selbst erarbeitet hat oder daran mitgewirkt hat.(n=8)
  • Vorschrift, z. B. Plexiglasvorrichtungen o. ä. zum „Virenschutz“ zu benutzen.(n=20)
  • Vorschrift, separate Ein- bzw. Ausgänge zu nutzen.(n=6)

Der zweitletzte Punkt dieser Liste beinhaltet übrigens auch die mittlerweile berühmt/berüchtigte „Telefonzelle„. Man ist insgesamt durchaus verblüfft, auf welch „kreative Ideen“ Vorgesetzte kommen können, wenn es darum geht, dem „Querdenkerlehrer“ zu zeigen, dass es a) so nicht geht und man b) noch ganz anders kann. Nämlich z. B. so:

  • Verbot der Kontaktaufnahme zu Eltern bzw. Verpflichtung Elternbriefe vor Herausgabe bei der Schulleitung vorzulegen. (n=9)

Ja, wer wollte nicht immer schon mal eine eigene Gouvernante haben?

Was nicht in der Liste war, was uns aber bekannt ist, ist ein ähnlich gelagert Fall: Man darf vor Schülern nur über das „große C“ sprechen, wenn entsprechend geschultes Fachpersonal (also linientreue Kollegen) zugegen ist. So etwas nennt man wohl umgangssprachlich einen „Maulkorb“.

So, und jetzt kommen wir abschließend zu meinem Lieblingsthema, der „Lehrerstasi“. Weil ich mit Denunzianten eben so meine Probleme habe.

  • Denunziation durch Kollegen bei SL/Schulamt (n=40!!)

Ungeheuerlich: ein Drittel der Umfrageteilnehmer wird also bei Vorgesetzten angeschwärzt. Man darf durchaus sprachlos sein, über einen derartigen charakterlichen Niedergang. Andererseits liegt das Denunzieren den Deutschen wohl im Blut, mehrere „erfolgreiche“ Diktaturen bauten auf einem gut ausgebauten „Meldewesen“ auf. Ach, und weil’s so schön ist, meine Lieblingsstory aus der Praxis, zum x. Mal. Es geht doch nichts über einen zünftigen „Running Gag“:

https://lehrer-fuer-aufklaerung.de/uncategorized/die-corona-stasi-im-maske-macht-meldung/

Und hier nun noch die grafische und vollständige Aufbereitung der Daten:

Danke an die Kollegen und Kolleginnen aus Hessen für die erhellenden düsteren Einblicke in den Schulalltag. Wir leben in wirklich schrägen Zeiten.

 

Autor: Peter Baier

Keine Lust mehr auf rot-grün!

4 Kommentare zu „Ergebnisse der Onlineumfrage: Von welchen Drangsalierungmaßnahmen seid Ihr betroffen?“

  1. Kurzum:
    Corona ist eine Sternstunde zur Persönlichkeitsbildung/-entwicklung!

    Endlich können Deutsche zeigen und beweisen, was und dass sie tatsächlich aus 1933-1945 gelernt haben! Nämlich, standhaft zu sein und zu bleiben im Auge des Orkans gegen mentalen Bullshit und wissenschaftlichen Reinstkotz, auch wenn dieser von einer (vermeintlichen) Masse vertreten und eingefordert sowie bei Nichtbefolgung und/oder mangelhafter Lobpreisung [selbstverständlich] ohne Rechtsgrundlage sanktioniert wird.

    @Paul
    Immer daran denken: Die Gegenseite ist beweispflichtig!
    Daher: Welche Rechtsgrundlage führen sie dafür ins Feld?

    Du/Sie haben sich nicht zu verteidigen, denn Sie tun nichts Unrechtes oder gar Ungesetzliches. Sie nehmen lediglich Ihre (Grund-)Rechte wahr. Das allein genügt seit 2020, um verdächti zu gelten und prophylaktisch als pre-crime behandelt zu werden. Natürlich rein willkürlich, so wie es die Nazis am Anfang auch taten. Später wurde deren Willkür in Gesetze gegossen und die Richterschaft hat dann „nur geltendes Recht angewandt“.

    In der Endkonsequenz setzt aber kein Staat bzw. ein Spruchkörper (alias Gericht) das Recht, sondern Naturrecht, dem ALLES nachgeordnet ist.

    Allein eine Vorschrift zu befolgen durch den Bürger ist nichts anderes als „Vertragserfüllung“, damit Willensbildung und eng betrachtet sogar politischer Ausdruck. Was momentan abgeht ist, den Bürger zu zwingen, ausschließlich eine einzige Ansicht zu vertreten bzw. zu äußern und nur eine einzige Partei zu „wählen“. Nichtbefolgung dieser Vorgabe hat in manchen (kranken?!) Hirnen Deklassierung und Ausschluss aus der Kategorie Mensch zur Folge. Lange genug betrieben, muckt dagegen nicht einmal mehr eine Maus auf.

    Verträge enthalten zumeist Rechte und Pflichten — für beide bzw. alle Seiten! Momentan setzt eine Seite willkürlich die Rechte der anderen Seite aus und verneint sogar eigene Pflichten. Dass damit der Vertrag gegenstandslos — da ohne Regelungsgehalt — ist, leuchtet ein!

    Wer JURA begreift, kann diesem Treiben [effektiv] Einhalt gebieten. Nicht umsonst ist Justitia mit einer Blindenbinde, Waage und Schwert symbolisiert!

    Gerade wir Deutsche sollten begriffen haben, was Faschismus bedeutet, wohin er führt und dass er absolut inakzeptabel sowie bar jeder Diskussion ist. Faschismus hat sein komplettes Versagen und Scheitern als Sozialordnung bewiesen. Der penetrante Versuch, ihn nun erneut zu etablieren, ist mit aller Entschiedenheit — vor allem angstfrei! — zurückzuweisen.

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    1. Richtiger Hinweis Any!
      Es ist richtig, dass sie eine Rechtsvorschrift für die beaufsichtigte Testung darstellen müssen. Ansonsten besteht man einfach auf eine Testung ohne Aufsicht.

      Habe zu verteidigend gedacht. Nun isses mental korrigiert.

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