Im autoritären Staat: Der Ungeist der Vergangenheit ist zurück

Das, was angebliche „Verschwörungstheoretiker“, „Schwurbler“, „Räääächte“ und andere bereits vor über einem Jahr haben kommen sehen, wird immer mehr zur gesicherten Erkenntnis. Zumindest, wenn man nicht auf dem linken (also dem „woken“) Auge blind ist. Und diese Erkenntnis lautet: Der Geist, der das „III. Reich“ und die „DDR“ erst möglich gemacht hat, war nie verschwunden. Er war nur versteckt und verdeckt unter einem pseudodemokratischen Anstrich im „besten Deutschland das wir je hatten!“. Und nun kommt er in Gestalt des Pandemiewahns und seiner teilweise ins Perverse abgeglittenen Auswüchse gnadenlos wieder zum Vorschein.

Es ist die Zeit der Autoritären, der Bestimmer, der kleinen Minidiktatoren. Plötzlich haben viele Leute wieder etwas zu sagen. Und die Opfer sind durch staatliche Vorgaben klar definiert. Es sind jene, die sich dem irrsinnigen Wokeismus nicht anschließen wollen und auf ihr natürliches Recht, über ihren Körper selbst bestimmen zu können, beharren. Ein derartiges Verhalten nennt man dann „unsolidarisch“. Und gegen diese „Volksschädlinge“ muss natürlich vorgegangen werden.

Ein Problem: Noch existieren Reste eines Rechtsstaates. Man kann diese Leute also nicht so ohne Weiteres inhaftieren und in „Coronaschutzlager“ sperren. Aber erste Ideen solcher Lager sind mit dem Thema „Absonderung“, das man in verschiedenen Rechtsverordnungen bereits findet, schon mal angedacht. Auch vollkommen irre gewordene Politiker sprechen bereits wieder von maximierter „Isolation“. Wenn also das „Schutzhaftlager“ derweil noch nicht existiert, muss man die Unwilligen eben anders drangsalieren.

Nein, dieses Bild ist kein Fake! Es findet sich identisch auf den Webseiten der Stadt Hannover (Link).

Das, was nach 1933 der Jude als Universalsündenbock einer durchgeknallten Naziideologie oder bereits seit der Russischen Revolution und dann mit schöner Beständigkeit der „Reaktionär“ als Feindbild einer ebenso durchgeknallten kommunistischen Führerclique war, ist heute der „Ungeimpfte“. Ihm ist es nicht einmal mehr erlaubt, auf einem Weihnachtsmarkt eine Bratwurst zu essen oder einen Glühwein zu trinken. Noch schlimmer, er darf diese wirklich integrative Veranstaltung nicht einmal mehr besuchen. Und wenn der „geimpfte“ Freund dem Aussätzigen die Bratwurst mitbringt, damit dieser sie außerhalb des Marktareals verzehren möge, begeht dieser ebenso eine „Ordnungswidrigkeit“. Denn in einem Staat wie Deutschland ist alles geregelt. Auch das Unrecht.

Dass ein „Infektionsrisiko“ unter freiem Himmel nicht besteht (es liegt ziemlich genau bei NULL) spielt im irren Deutschland der „Pandemiezeit“ keinerlei Rolle. Rationale Erwägungen stören nur, wenn der geistig nicht ganz so gut gestellte Zeitgenosse seine faschistoiden Machtphantasien umsetzen darf. Und wen interessiert schon das Rechtsprinzip der Verhältnismäßigkeit?

Warum funktioniert das?

Aus den gleichen Gründe, warum es immer funktioniert hat. Der autoritäre Staat des 21. Jahrhunderts hält sich eine Gruppe von Funktionieren, die für ihn die schmutzige Arbeit verrichten. Er stützt sich auf die gleichen Strukturen (juristisch z. B. als „Berufsbeamtentum“ und „funktionierende Verwaltung“ bezeichnet), die als willige und vor allem gewissenlose Helfer und Helfershelfer von diesem Staat alimentiert, die von den Regierenden verordneten „Maßnahmen“ durchziehen wie das in früheren Zeiten ebenso der Fall war.

Bevor jemand das Thema „Gewissen“ anscheidet: Auch wenn diese Leute ein Gewissen haben sollten (was man im Einzelfall sicher auch findet) dürfen sie dem nicht folgen. Denn ein Gewissen zu haben und auch danach zu handeln ist im Beamten- und Verwaltungsapparat ausdrücklich nicht vorgesehen. Der Staatsdiener ist gezwungen, fast jeden Befehl auszuführen. So steht es als Prinzip in den „Hergebrachten Grundsätzen des Berufsbeamtentums“. Und manch einer geht dann auch mal darüber hinaus, was ebenfalls nicht neu ist, weiß man sich doch in einer gewissen Konkordanz mit den Herrschenden.

Neben diesen staatsangestellten Funktionierern kann der autoritäre Staat auf ein williges und zahlenmäßig nicht gerade kleines Heer von freiwilligen Helfern, Denunzianten und Minidiktatoren zurückgreifen, die ihm bei der Bewältigung der Arbeit willig zu Diensten sind. Die Aufforderung verschiedener Politiker, der „Bürger“ möge doch Verstöße gegen die „Corona“-Regeln recht zahlreich „melden“ trifft sicher nicht überall auf taube Ohren. Im Gegenteil. Die Machthaber in Deutschland können sich auf ein Heer von Informanten verlassen. In der Ex-„DDR“ standen wohl 5 von 17 Millionen auf der Mitarbeiterliste der „Stasi“. Da der entsprechende Geist weiter weht, dürfte hier kein Personalmangel eintreten. Der Vorteil: Besondere Qualifikationen sind nicht notwendig für den Job.

Übrigens, nur der Vollständigkeit halber: Auch in bestimmten autoritären Systemen vergangener Tage konnte man die Ausgrenzung von Menschen aufgrund eines bestimmten Merkmals erleben: „White people only!“ stand auf Parkbänken in den amerikanischen Südstaaten ebenso wie an Bushaltestellen im rassistischen Südafrika aus der Zeit der „Apartheid“. Und den Einwand, der von passionierten „Wokeisten“ in dem Zusammenhang gerne vorgetragen wird („Schwarz zu sein kann man nicht ändern, ungeimpft zu sein dagegen schon.“, wobei diese Leute für „schwarz“ natürlich politisch korrekte Ausdrücke verwenden) kann man beiseite legen. Jeder Mensch mit einem IQ im Durchschnittsbereich oder darüber wird feststellen, dass es letztlich um eine autonome Entscheidung über die eigene Gesundheit zu verfügen geht. Und die genießt eben, je nach eigenem Wertekanon, eine hohe bis sehr hohe Priorität. Und sie ist daher nicht ohne Weiteres veränderbar.

Der antiliebrale Staat den wir heute erleben ist entstanden aus einem nie fort gewesenen Ungeist heraus. Es ist die Freude am Unterdrücken gepaart mit der Freude zeigen zu dürfen, dass man auf der „richtigen Seite“ steht. Und für den Staatsdiener wird sich das sicher nicht zum Nachteil auswirken. Im Gegenteil. Befördert werden nicht die hellsten Köpfe sondern die treuen Diener des Systems. Auch wenn sie notorisch unterbelichtet sind. Oder gerade deswegen.

Autor: Peter Baier

Keine Lust mehr auf rot-grün!

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